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Turkish music history, which examines the relationship of Turks with music from the time when the Turks first emerged onto the world scene
 
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by Orhan Kahyaoðlu

Die vielfältige türkische Musik spiegelt jahrhundertelange europäische und asiatische Einflüsse wieder. Die Türken sind stolz auf ihre sehr alte Tradition künstlerischer Musik, die der im benachbarten und ebenfalls islamischen Saudi-Arabien, Iran und Nordindien ähnelt. Es gibt auch eine lebendige Volksmusik, die viele regionale Stilrichtungen aufweist. Zahlreiche verschiedene Volksgruppen, wie z. B. die Roma (Romen), haben zu ihrer Vielschichtigkeit beigetragen. Die weltbürgerliche Türkei hat auch klassische Musik und Popmusik aus dem Westen übernommen und neue Musikrichtungen entwickelt, die westliche, asiatische und arabische Elemente verbinden.

Eine Art des Volksgesangs ohne Begleitung von Instrumenten ist die lange Melodie (Uzun Hava). Dies sind stark ausgeschmückte Lieder, die an den islamischen Sprechgesang erinnern, dessen Rhythmus nicht festgelegt ist. Der Stil der geschmetterten Melodie folgt dagegen einem strengen Rhythmus und ist oft als Begleitung von Tänzen zu hören. Auch Balladen, die umherziehende Musiker auf der Baglama (eine Art Laute, auch Saz genannt) begleiten, gehören zum türkischen Gesang. Die Musik hat oft einen unregelmäßigen, hinkenden Rhythmus, der für die Begleitung von Tanzgruppen wichtig ist.

Weitere Instrumente der Volksmusik sind die Zurna, eine Oboe mit Doppelrohrblatt, die Kemençe, eine Art gebogene Geige, und die Kaval, eine Flöte mit Endmundstück, die einem bulgarischen Instrument mit dem gleichen Namen ähnelt. Viele dieser Instrumente erzeugen eine Art Summen, das oft Bestandteil der westasiatischen, aber auch der europäischen Volksmusik ist. Beispiele für Melodieinstrumente sind die Ney, eine Flöte, die Kanun, eine trapezförmige Zither, die Ud, eine Laute mit kurzem Steg, die Tanbur, eine Laute mit langem Steg, die an die Baglama erinnert, sowie die Rebab, eine Fidel. In Gruppen werden diese Instrumente oft von kleinen Trommeln namens Tef, Kesselpauken und Gesang begleitet. Diese Art der Musik untermalt oft die heiligen Zeremonien der Sufi (Anhänger der islamischen Mystik) und ihrer berühmten tanzenden Derwische. 
 
Die Menschen in der Türkei können ohne Musik nicht auskommen. Überall – ob im Cafe, auf der Straße, im Stadion oder im Wohnviertel – hört man Musik. Was man in Deutschland als Ruhestörung" empfinden und bestrafen würde, schafft in der Türkei eine Atmosphäre der Wärme, der Freude und der Melancholie.

Die Musiklandschaft ist ebenso vielfältig wie die geografische: Während in ländlichen Gebieten eher folkloristische Volksmusik gehört und gesungen wird, ist in den Städten die verwestlichte türkische Schlager- und Popmusik beliebter. Pop, Hip-Hop und Techno-Musik sind auch bei den türkischen Jugendlichen die Renner. Rockmusik findet ebenfalls Anhänger unter türkischen Jugendlichen. Zwei Popmusik-Künstler haben es geschafft, über die türkischen Grenzen hinaus auf internationalen Hitlisten einen Platz einzunehmen. Sezen Aksu, das kleine Spätzchen der türkischen Nation, die eher eigene Texte mit eigenen Kompositionen singt, wird sehr geliebt und hochgelobt. Und Tarkan, der sich mittlerweile auch in Europa und den USA einen Namen gemacht hat, ist die absolute Nummer Eins der türkischen Popmusik insbesondere bei Jugendlichen.

Die Volksmusik verwandelt sich langsam in die so genannte Phantasie-Musik, türkische Volksmusik mit hohem arabischem Einfluss, die deshalb auch als Arabesk bezeichnet wird. Der König dieser Musiksorte ist Ibrahim Tatlises, der auch in der Volksmusik zu den beliebtesten Interpreten gehört. Er wird kurz Ibo genannt und als türkischer Pavarotti" bezeichnet.

Es gibt noch andere Musiksorten, zum Beispiel Tavernen-Musik, eine Mischung aus türkischen und griechischen Melodien, die in den Restaurants und ähnlichen Lokalen zum Tanzen gespielt und gehört wird. Der größte Name dieser Musiksorte ist zweifelsohne Fedon, ein Grieche, der in der Türkei lebt. allein tanzen oder Frauen und Männer getrennt, aber auch Tänze, die Männer und Frauen gemeinsam tanzen .

Die Jugend tanzt mehrheitlich westlich. In Istanbul, Ankara, Izmir und in den Feriengebieten gibt es große Diskotheken, die sich bei Jugendlichen großer Beliebtheit erfreuen und zum Teil besser ausgestattet und eindrucksvoller sind als viele Diskotheken in Europa.

Die Menschen in der Türkei sind sehr tanzfreudig. Das Tanzen ist zum Beispiel fester Bestandteil auch kleiner Familienfeiern. Die europäischen Gesellschaftstänze werden eher in den Städten und auf westlich gestalteten Feiern und Veranstaltungen getanzt. Der traditionelle Volkstanz dient dazu, die Gefühle auszudrücken, und wird meistens gemeinschaftlich getanzt. Jede Region in der Türkei hat ihre eigenen Tänze und Trachten, die deutliche Merkmale der Landschaft und der Menschen der Region tragen. Es gibt Tänze, die zumeist Männer Die türkische Popmusik unterteilt sich in die arabisch beeinflusste Arabeske und die westlich orientierte populäre Musikrichtung. Neben der Imitation westlicher Popmusik entstanden durch Verschmelzung mit türkischer traditioneller Musik auch neue Musikrichtungen wie T-Pop und Anadolu Rock.

Der erfolgreichste türkische Popstar des 20. Jahrhunderts ist Sezen Aksu, die viele der türkischen Beiträge zum Eurovision Song Contest produzierte. Sezen ist für ihre leichte Popmusik, als auch ihre umstrittenen Stellungnahmen zu Feminismus, Serbien und den Cumartesi Anneleri berühmt. Die berühmtesten männlichen Pop-Musiker der Türkei sind Tarkan und Mustafa Sandal, die beide internationale Erfolge hatten. Weitere bedeutende Pop Künstler sind Ajda Pekkan, Sertab Erener und Kenan Doðulu.

Türkische Musik wurde schon im Zuge der Türkenkriege in Europa bekannt. Die Janitscharenmusik fand Verwendung in der klassischen Musik von Mozart, Haydn, Beethoven und anderen. Die Janitscharenmusik ist fast immer eine Art Marschmusik. Die Faszination bestand in der Exotik dieser Musik. Allerdings wurde die klassische türkische Musik von der Regierung von Kemal Atatürk als zu arabisch eingestuft. Statt dessen wurde westliche Musik gefördert.

In den 1960er- und 70er-Jahren zog die arme Landbevölkerung der Türkei in urbane Gegenden und es bildeten sich Slums um die großen Städte. Sie waren erfüllt von Hoffnung, aber die sozialen und ökonomischen Aufstiegsmöglichkeiten blieben beschränkt. So waren sie mit Traurigkeit, Pessimismus und Fatalismus konfrontiert. Vom Stil her passte dazu die Arabesque-Musik, die eine Flucht aus dem Alltag bot.

Daher wurden 1980 die Einschränkungen gelockert, arabische Musik hielt wieder Einzug in den Mainstream. Auch kurdische Musik wurde das erste Mal erlaubt, des Weitern auch die religiöse Sufi Musik. Deswegen dominieren heute arabische Einflüsse die türkische Pop-Musik, die Versuche sie zurückzudrängen waren damit gescheitert.

Tarkan wuchs in Deutschland auf, sein Vater war Einwanderer aus der Türkei. Als Tarkan 14 Jahre alt war, entschied sein Vater aber plötzlich, in die Türkei zurückzukehren. Tarkan sollte in Istanbul studieren, aber er hatte Schwierigkeiten und wollte nach Deutschland zurück. Mit seinem zweiten Album feierte er aber Riesenerfolge in der Türkei und in Europa. Er ging nach New York um den Fans zu entkommen und seine Ausbildung abzuschließen.

In den 1960er-Jahren kamen die meisten arbeitssuchenden türkischen Familien nach Deutschland und Österreich. Die meisten blieben, und in Deutschland stellen sie auch die größte ausländische Bevölkerungsgruppe. Die türkische Pop-Musik ist eine wichtige Brücke zum ehemaligen Heimatland Türkei. Da die Türken in Deutschland und Österreich oft mit Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und schlechten sozialen Aufstiegschancen konfrontiert sind, passt auch hier der eher traurige und melancholische Charakter der türkischen Pop-Musik.

Der größte türkische Pop-Star ist Sezen Aksu. Unter ihrer Anleitung gewann Sertab Erener für die Türkei 2003 den Grand Prix d′Eurovision de la Chanson mit dem Song "Everyway that I can". Von Sezen Aksu gibt es eine Verbindung zu Mustafa Sandal, der sich für sie als Produzent und Songschreiber betätigte. Vor seinem Hit "Isyankar" hatte er mit der Single "Aya Benzer 2003" einen Riesenerfolg. Diese Single veröffentlichte er mit der Viva-TV Moderatorin Gülcan, die auch im Video vorkommt.

Aber Mustafa Sandal war lange nicht so erfolgreich wie der vielleicht bekannteste türkische Sänger Tarkan. Mustafa Sandal wird sogar oft vorgeworfen, ihn nachmachen zu wollen. Tarkan ist in Europa und auch den USA bekannt für seinen Song Simarik, der von Sezen Aksu geschrieben wurde. Gerüchten zufolge wurde die Arbeitsgemeinschaft zwischen Tarkan und Aksu beendet, als die Rechte an Holly Vallance verkauft wurden. Sie feierte große Erfolge mit der englischen Version des Songs: "Kiss Kiss". Ein weiterer Hit noch aus der Zusammenarbeit von Tarkan mit Aksu ist Sikidim.

Die Viva-Moderatorin Gülcan ist ein gutes Beispiel dafür, dass in Deutschland die türkische Minderheit in den Medien fest integriert ist. Auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Deutschlands gibt es türkische Moderator/inn/en. Im österreichischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen beschränkt sich der Auftritt von Minderheiten türkischer Sprache allerdings auf die halbstündige Sendung "Heimat, fremde Heimat", die einmal wöchentlich ausgestrahlt wird. Aber noch keine Nachrichtensprecher/innen mit Migrant/inn/enhintergrund haben den Sprung in das normale ORF-Programm schaffen können. Deswegen ist es kaum verwunderlich, dass türkische Musik in Österreich eher ein Schattendasein führt.

Die türkische Musik ist vielfaeltig und bunt. Türkische Volksmusik mit verschiedenen Klaengen von verschiedenen Gebieten Anatoliens, von osmanischen Reich vererbte Türkische Kunstmusik und in den letzten Jahren den Höhepunkt erreichende Türkische Pop-Musik. Diese unterschiedlichen Musikarten werden auch mit unterschiedlichen Musikinstrumenten gespielt, aber alle haben eine gemeinsame Eigenschaft, naemlich die Liedform.
Es gibt auch weltweit berühmte Türkische Klavierspieler, wie Fazýl Say, Güher-Süher Pekinel, Hüseyin Sermet, Ýdil Biret...
In unseren gelben Seiten können Sie alle Adressen der Musiklaeden finden, in denen Sie alle Türkischen und Internationalen CDs und Kassetten finden können. Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie auf den Strassen Verkaeufer treffen, die gefaelschte CD′s verkaufen.

Weiterhin, wenn Sie oder Ihre Kinder ein Musikinstrument spielen lernen möchten oder sich weiterbilden möchten, finden Sie die Adressen der Musikkurse in Ryhthmus der Stadt- Freizeit- Musik. Die Kurse für Freizeitbeschaeftigungen tragen auch viel zu sozialen Verbindungen in einem fremden Land bei. Tarkan kennt wahrscheinlich jeder. Obwohl er auch in der Türkei sehr populär ist, gibt es doch noch viele andere sehr gute Sänger und Bands, die hierzulande kaum, oder gar nicht bekannt sind. "Insider" wie ich und unsere türkischen Mitbürger kennen sie aber und werden mir recht geben, dass es einfach tolle Musik ist.

Wegbereiterin des Türkpops war unter anderem Sezen Aksu, die von den Türken als die "Königin" der modernen Musik bezeichnet wird.
Heute gibt es eine fast unüberschaubare Zahl von Stars und Sternchen. Viele tauchen nur kurz für einen Hit lang in den Charts auf und verschwinden dann wieder in der Versenkung.

Genau definieren kann man Türk Pop wohl nicht. Grob gesagt ist Türk Pop eine Vermischung moderner westlicher Musik-Rhythmen mit traditionellen türkischen Elementen, was zum Teil ein äusserst interessantes Ergebnis hervorbringt.
Sehr erfolgreich ist der Türkpop von Haluk Levent und Ayna.
Der Frauen-Solotanz der arabischen Welt stammt aus vorislamischer Zeit und ist überall im Nahen Osten und Nordafrika verbreitet. Dieser Solotanz ist eine Mischform des türkischen, persischen und indischen Tanzes, sowohl auch westlichen Balletts.

Ursprünglich hatte er eine feste rituelle und zeremonielle Bedeutung. Mit der Zeit verlor er jedoch, wie viele andere Tänze auch, seine religiöse Bedeutung und entwickelte sich zu einer weltlichen Unterhaltungsform, wobei der Ausdruck des Tanzes und die Begleitmusik verfeinert wurden. Der Tanz wurde traditionell von Mutter zu Tochter weitergegeben und er wird noch heute von Frauen zur privaten Unterhaltung zu Hause getanzt.

Seine höchste küntlerische Ausprägung erreichte er in Ägypten. Einer dieser ägyptischen Solotänze heißt "Raks Sharki", was wörtlich aus dem Arabischen mit "Orientalischer Tanz" übersetzt wird. Dieser Tanz entspricht einer verfeinerten Art des "Raks Balady", dem "Tanz der Leute". Beim "Raks Sharki" werden verstärkt die Arme und der Oberkörper unter höherer Raumausnutzung bewegt, wobei beim "Raks Balady" die Tänzerin vorwiegend auf der Stelle, sozusagen "erdverbundener", unter hypnotisierenden Bewegungen der Hüften verweilt. In Ägypten variiert der "Raks Balady" in feinster Weise von Dorf zu Dorf. Die Tänzerinnen fügen diesem Tanz, der im Gegensatzt vielen anderen Tänzen nie in Regeln gefaßt wurde, ihre eigenen Ideen hinzu.

Dieser Tanz enthält ein melancholisches Element, das vom Verlust des ländlichen Lebens herstammt und auch so zeitlose Themen wie Liebe, Trauer und Sehnsucht verursacht.

Auf die Europäer wirken besonders die Rumpf- und Hüftbewegungen derart ungewöhnlich, daß der Tanz begrifflich auf den Ausdruck "Bauchtanz" reduziert wurde. Tatsächlich aber ist der "Raks Sharki" ein sehr raffinierter und komplexer Tanz, der die rythmische Bewegung aller Körperteile einschließt, wobei die Betonung auf die Hüftbewegungen und nicht auf dem Einsatz des Bauches liegt.

Neben der türkischen Volksmusik, die tief im Bewußtsein der Türken verankert ist und sogar die Grundlage für die spätere türkische Pop- und Rockszene bildete, gibt es noch die höfische Kunstmusik und diverse Variationen populärer Musik (Türkisch-Pop/Rock, Arabesk etc.). Griechische Musik (Taverna) oder arabisch beeinflußte Musik (Arabesk) zeugen von der Vielfalt der Melodien und Rhythmen.

Nicht zu vergessen die zahlreichen in aller Welt bekannten Interpreten klassischer europäischer Musik wie Idil Biret, die Geschwister Güher und Süher Pekinel oder Fazil Say. Die letztgenannten sind Zeugnisse und Ergebnisse der Europäisierung der Türken in den letzten 100 Jahren.

Die national und international bekanntesten Vertreter populärer türkischer Musik sind indes Tarkan und Sezen Aksu, die türkische Popkönigin.
Tarkan wurde nicht nur in der Türkei zum Superstar, sondern schaffte mit etwas Verzögerung auch den Sprung auf die internationalen Ebene und wurde überall auf der Welt zum Begriff. Das Album "Tarkan" enthält seine beiden größten Hits "Simarik" und "Sikidim", aber auch die anderen Titel sind sehr gelungen.
Das Album "Karma" wurde mit viel Einsatz und Geduld vorbereitet, das ist nicht zu überhören. Es ist fast "zu perfekt" geworden. Ein Album der Sorte, die nach mehrmaligem Hören erst richtig Spaß macht.

Sezen Aksu hat sich von einem Talent in den 1970ern immer weiter entwickelt und eine Karriere gemacht, die ihr wohl kaum jemand zugetraut hätte. Erst war sie ein vielversprechender Schlagerstar, der Evergreens oder türkische Kunstmusik sang, wie viele andere Sängerinnen ihrer Zeit auch. Einer ihrer Songs "Minik Serce" (kleiner Spatz) brachte der kleinen Sängerin eben diesen etwas verniedlichenden Spitznamen ein. Später in den 80er Jahren fand sie spätestens mit dem Album "Sen Aglama" ihren eigenen Stil. Sie sang immer mehr eigene Texte und komponierte viele ihrer Songs selbst.

 
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